Dem Schwarzen Meer so nah…

Ich habe es bis Bukarest geschafft und die letzte Woche war einfach unglaublich. Wie beim letzten Mal auch, wird Bukarest selbst noch nicht in diesem Update enthalten sein 🙂 Aber der Weg bis hier hin und der hatte es in sich!

Fangen wir also in Budapest an. Die These die ich aufgestellt habe, dass ich noch keine großen Siedlungen von Plattenbauten oder hohen Gebäuden gesehen habe, kann ich aufrecht erhalten(Ein paar kleine Ausnahmen in den Randbezirken, nicht der Rede wert).

Budapest selber ist wunderschön und ich habe mich die 2 Tage sehr wohl gefühlt. Sollte jemand mal eine Unterkunft in Budapest suchen. Ich stelle gerne den Kontakt her.

Hier nochmal das Haus von außen und der Innenhof.

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Also ab in die Stadt, alles ist schnell per Fuß zu erreichen und ich habe mich auch hier wieder durch die Straßen treiben lassen.

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Man beachte hier die reale Zigarette 😉

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Die bekannte Kettenbrücke ist natürlich ein Muss und man läuft von Buda nach Pest, oder andersherum 😉 Hier schon mit dem königlichen Palast im Hintergrund.

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Auf den Hügel zum Palast führt eine Bahn und dies war auch das einzige Verkehrsmittel was ich benutzt habe. Die ganze Fahrt dauert gefühlt 30 Sekunden und ist direkt wieder vorbei. 🙂

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Wie in Prag auch gibt es ein paar Jungs die den ganzen Tag strammstehen 😀 Hier finde ich meine Tele außerdem sehr angenehm. Die Leute sich mit dem Fotoapparat im Gesicht des armen Mannes befinden, naja ich würde die Waffe irgendwann benutzen 😉

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Der Palast oben ist sehr schön und man etwas über das Gelände wandern. Der Blick auf die Stadt ist herrlich und es lohnt sich wirklich einfach eine zeitlang auf einer Mauer zu sitzen und den Ausblick zu genießen. Hier sieht man beim Blick über die Stadt auch schon das Parlament 😉 Es gibt auch noch eine Panormabild was ich euch später zeigen werde(wenn ich zu Hause bin).

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Man läuft dann oben über den Hügel und kommt zu Mathiaskirche und Fischereibastei. Beide sind auch sehr schön anzusehen, dabei bleibt der Blick über die Stadt. Hier ein Bild von der Mathiaskirche.

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Von dort bin ich dann einfach durch kleine Straßen nach unten gelaufen. Das kann ich wirklich nur empfehlen. Es ist ein sehr schönes Wohngebiet und auch ein paar Botschaften befinden sich dort. Außerdem eine Musikschule wo richtig was los war und Klänge verschiedenster Instrumente über die Straße schallten. Im Keller war auch eine kleine Probe mit offen Fenster.

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Umzugswagen der mir vor die Füße gefahren ist. Fand ich einfach gut.

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Kommt man unten an der Donau raus, ist man direkt gegenüber vom Parlament und hat einen schönen Blick von der Seite der Donau.

Ich habe dann noch ein paar Bilder gemacht und bin etwas in der Stadt essen gewesen. Darüber ist es dunken geworden und ich bin nochmal eine Runde durch die Stadt. Das Flair ändert sich unglaublich. Alles erstrahlt in einem gelb/goldenen icht und es es ist wirklich fantastisch.

Hier einfach mal die Bilder als Sammlung. Die Gebäude solltet ihr ja jetzt schon kennen, wenn ihr oben aufgepasst habt 😀

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Auf dem Weg über die Kettenbrücke gab es noch eine lustige Geschichte. Ein Taschendieb wartete auf Kundschaft. Hatte mich gesehen und bereitete sich akribisch auf mich vor. Mutze ins Gesicht ziehen, Jacke schön über dem Arm ausbreiten, Karte waagerecht auslegen. Er kam dann zu mir und wollte mich nach dem Weg fragen. Ich bin im ausgewichen und hab ihm gesagt: „Komm das ist der älteste Trick lass mich in Ruhe“ und bin weiter. Auf drm Rückweg bin ich auf der anderen Seite der Kettenbrücke zurück und wer wartet da!? Ja richtig mein Freund. Gleiche Vorbereitung er ist bereit. Ich sag direkt zu ihm: „Wir haben und schon auf der anderen Seite getroffen, ich fall darauf nicht rein.“ Sagt er: „Du bist gut Mann!“ 🙂

Ich bin zurück in meine kleine Wohnung und habe meinen Kram weggebracht. Dann nochmal auf die Straße in einen Pub zwei Bier trinken. Aber wirkliche Gespräche haben sich nicht ergeben außer ein paar Worten :-/ Also schlafen gegangen.

Hinter Budapest kommt einfach plattes Land. Das gilt bis hinter die rumänische Grenze. Ich bin also recht entspannt durchgerollt auf einen Campingplatz kurz vor der Grenze und hatte dort einen netten Abend.

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Inkl. meiner einen Liegen am Fluß. Dort habe ich abends recht lange gesessen und gelesen. Sehr angenehm!

Am nächsten Tage ging es dann über die Grenze und schau an! -> Es gibt eine! Sie wollten meinen Pass und die Papiere vom Motorrad sehen. Gar nicht mit gerechnet…

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Tja und dann auf einmal kommen Sie in Sichtweite. Voller Vorfreunde fährt man darauf zu 🙂

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Ich war auf dem Weg zum einzigen Naturfreundehaus in Rumänien und dem ältesten Nationalpark Rumäniens. Dem Retezat. Soviel sei jetzt schon gesagt, wer gerne in den Bergen wandert ist hier genau richtig.

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Der Weg zum Naturfreundehaus sollte dann auch meine erste richtige Schottererfahrung in diesem Urlaub werden. Der Weg ist irgendwann nicht mehr asphaltiert und wird dann alpin mit Auswaschungen und großen Steinen. Aber alles hat gut geklappt. Das Motorrad lässt sich trotz Gepäck gut handhaben und ich bin sehr zufrieden wie die Heidenau K60 Scouts sich in alles Belangen schlagen! Nervig war bei der Ankunft nur, dass mich zwei Hunde ein ganzen Stück verfolgt haben und direkt neben dem Motorrad hergelaufen sind. Das ist nicht so angenehm, wenn man sich die Weg durch die dicken Steine suchen muss 😉

Das Bild ist an einer schöneren Stelle aufgenommen. Es gibt aber ein Video von der Abfahrt.

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Am nächsten Tage bin ich dann ca. 5 Stunden in die Berge gelaufen. Habe mal etwas hineingeschnuppert, um bis zu den Gipfeln aufzusteigen braucht man noch deutlich mehr Zeit und einen strammen Schritt 😉 Hier ein paar Eindrücke von der Wanderung.

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Zivilisationsreste 😉

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Weiter oben muss ein Stausee sein dessen Wasser zur Stromerzeugung genutzt wird. Auf jeden Fall habe ich das Fallrohr gefunden. Dort ist nicht eingezäunt oder abgesperrt und man kann überall rumklettern 😉 Es gibt noch so viel mehr Bilder. Aber die seht ihr dann an anderer Stelle.

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Ich habe mich dann aufgemacht die zwei bekannten Pässe Transalpina und Transfagarasan zu fahren. Bestes Wetter und daher beste Laune und los geht’s. Ein paar km Transferstrecke musste ich machen und ich bin von der Seite auf die Transalpine eingestiegen. Dieses Stück sollte sich als das schlechtese Stück Straße(Dort wo mal Asphalt war) herausstellen was ich bis jetzt in Rumänien gefunden habe. Im allgemeinen sind die Staßen nämlich, sagen wir mal ganz ok 😉

Hier ein paar Bilder von der Transalpina…

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Zwischen den zwei Pässen muss man ein paar km durch ein Tal fahren. Auf dem Weg kommt man in Sibiu/Hermannstadt vorbei. Ich habe mir die Zeit genommen mal in die Stadt zu gehen und mich etwas umzuschauen. Es ist wirklich ein sehr schöner Stadtkern und absolut sehenswert. Die deutschsprachigen Wurzeln sind an jeder Ecke zu sehen. Ich bin aber auch niemanden gestoßen der Deutsch sprach 😉

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Ein Stadtfest war gerade im Abbau und ich habe auf dem großen Markplatz das Haller Cafe gefunden. Durch meine Schwäbisch Haller Zeiten musste ich natürlich da hin und wollte einen Cafe und ein Stück Kuchen haben. Aber da lag ich völlig daneben. Es gab nur „Drinks“ und mit einer Cola hatte ich noch (bis auf Wasser) das einzig nicht alkoholische Getränk auf der Karte. Naja aber ich war im Haller Cafe 😉

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Weiter in Richtung Transfagarasan, es war schon recht spät aber gut. Ich wollte noch in die Berge und dann schauen was sich ergibt. Das sah dann so aus…

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Ich bin in der Abendsonne den Pass hochgefahren und hatte einen riesen Spaß dabei. Leider gab es unten keinen wirklich schönen Platz zum zelten. Auf einmal war ich dann oben und es war annähernd dunkel. Ich wollte schon immer mal oben auf einem Pass schlafen, zum Zelten war es aber viel zu kalt. Also habe ich in einer Pension eingecheckt. Für rumänische Verhältnisse nicht günstig, für deutsche OK. Es gab gutes Essen und das Lichtspiel und der nächste Morgen haben sich auf jeden Fall gelohnt.

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Es ging also auf der anderen Seite runter Richtung Bukarest. Kurz bevor ich losgefahren bin, habe ich dann noch zwei deutsche Motorradfahrer getroffen, die früh morgens schon hochgefahren waren. Die Jungs waren auch schon in Georgien und im Iran, kurzes aber informatives super nettes Gespräch geführt und die zwei sind los. Ich wollte mir gerade meinen Helm anziehen, da treffe ich ein rumänisches Pärchen aus dem Naturfreundehaus wieder 🙂

Naja also runter gehts und es ist eine lange und sehr schöne Strecke. Auch hier gibt es noch viel mehr Bilder und Videos, daher nur ein Paar 😉

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Sind die Karpaten dann einmal zu Ende, geht es auch direkt wieder in ein plattes Land über. Die letzten 140 km nach Bukarest waren also schnell abgespult und ohne weitere interessante Eindrücke. Leider war der Akku von meiner GoPro leer, so dass ich das fahren über den zentralen Boulevard nicht filmen konnte, aber ich habe die Bilder ja im Kopf :p

Morgen breche ich in Richtung ukrainische Grenze auf und werde noch einen Stop im Donaudelta einlegen. Von dort werde ich bestimmt auch wieder viele neue Eindrücke mitbringen. Ich bin also jetzt schon recht nah am Schwarzen Meer und morgen werde ich es dann endlich erreichen!

Bis die Tage…

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